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Heizung – optimieren oder besser gleich ersetzen?

30.01.2017

Energieberatung

In den vergangenen 30 Jahren war der Januar noch nie so kalt wie 2017. Umso wichtiger ist es dann, dass es in unseren vier Wänden gemütlich und warm ist. Doch wie gehen Sie vor, wenn die Heizung aufgrund fortgeschrittenen Alters auszufallen droht? Wir haben bei unserem Energieberater Adrian Annen nachgefragt.

Die Ölheizung der Familie Graf aus Gisikon ist 19 Jahre alt. Jetzt leckt der Kessel an einigen Stellen. Wie soll die Familie vorgehen?
Die Lebensdauer von Heizsystemen liegt in der Regel zwischen 15 und 20 Jahren. Die Situation bei der Familie Graf drängt aufgrund des Lecks, es bleibt aber Zeit für eine gründliche Abklärung durch den Heizungsinstallateur oder einen unabhängigen Energieberater. Der Profi prüft und beurteilt die Situation und empfiehlt geeignete Lösungen.

Kann man abschätzen, wann eine Heizung ersetzt werden muss oder noch optimiert werden kann?
Bei Anlagen die jünger als 10 Jahre sind, lohnt sich eine generelle Prüfung durch den Fachmann immer. Heizanlagen sind häufig falsch oder gar nicht eingestellt. Mit einer Optimierung können 10 bis 20 Prozent Energiekosten gespart werden. Wenn die Anlage über 10 Jahre alt ist, dann sollte sich der Eigentümer bereits jetzt über ein zukünftiges Heizsystem Gedanken machen. Eine neue Heizung ist immer auch eine kostspielige Angelegenheit. Deshalb ist es lohnenswert, sich frühzeitig zu informieren und verschiedene Varianten zu vergleichen.

Energieträger für Heizsysteme sind vielfältig. Wie findet man sich im Heizungs-Dschungel zurecht?
Grundsätzlich wird zwischen erneuerbaren (Wärmepumpe, Holzpellets, usw.) und nicht erneuerbaren Energieträgern (Erdöl, Erdgas) unterschieden. Je nach Standort und Infrastruktur kommt aber nicht überall jeder Energieträger in Frage. Hinzu kommen die Aspekte der Wirtschaftlichkeit, Ökologie und die gesetzlichen Vorgaben. Bei der Auswahl des geeigneten Energieträgers ist die Unterstützung eines Profis erforderlich. 

Familie Graf legt Wert auf die Ökologie. Welche umweltschonenden Heizlösungen stehen ihnen zur Auswahl?
Am Wohnort der Familie Graf ist das Fernwärmenetz zu weit entfernt und kein Erdgas verfügbar. Aufgrund dieser Voraussetzungen bleibt der Familie Graf nur die Möglichkeit von Holzpellets, einer Wärmepumpe oder einer kombinierten Nutzung mehrerer Energieträger. Beispielsweise die Öl-Heizung in Kombination mit einer Solaranlage. Dies verbessert die Ökobilanz und erhöht die Versorgungssicherheit.

Was ist nun der nächste Schritt?
Als Energieberater erstelle ich für meine Kunden einen Bericht basierend auf der Beratung zum Heizungsersatz. Darin berechne ich die Grobkosten für bis zu vier Heizlösungen. In den Grobkosten einkalkuliert sind die Investitionskosten und der jährliche Unterhalt bestehend aus Umweltabgaben, Kaminfeger und Brennstoffkosten. Des weiteren erstelle ich eine Vollkostenrechnung für jede Variante. Der Bericht umfasst zudem die Umweltauswirkungen mit der Auszeichnung der ökonomischsten und ökologischsten Variante, die Prüfung allfälliger Förderbeiträge sowie Tipps für eine sorgenfreie Heizungsumstellung. Danach ist der Ball bei den Kunden. Sie entscheiden sich für eine Heizlösung und fordern detaillierte Offerten beim Heizungsinstallateur an.

Die Kosten für bauliche Massnahmen um die Energiebilanz aufzuwerten sind hoch. Gibt es Förderprogramme, welche die Familie Graf unterstützen?
Der Bund, die Kantone, Gemeinden und teilweise auch die Energieversorger bieten verschiedene Förderprogramme an. Es lohnt sich bei den jeweiligen Stellen und dem lokalen Energieversorger nachzufragen.

Haben Sie Fragen oder stehen Sie selber vor einer ähnlichen Situation wie die Familie Graf? Unsere Energieberater unterstützen Sie gerne beim Optimieren oder Ersetzen Ihrer Heizung.

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