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Leben im Smart Home

20.06.2017

Allgemein

Das Zuhause von morgen ist geprägt von modernster Technik und Gegenständen, die miteinander kommunizieren. Das Smart Home bietet Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz. Im iHomeLab in Horw wird aufgezeigt, wohin die Reise gehen könnte.

In einem intelligenten Gebäude (Smart Home) sind verschiedene Haushaltsgeräte, wie Lampen, Storen, Heizung, Kühlschrank oder auch die Alarmanlage, vernetzt. So ist es möglich, die Storen über die internetbasierte App aus den Ferien zu bedienen oder die Heizungstemperatur gemütlich vom Sofa aus zu regulieren. Das System kann Informationen über den Gerätehersteller oder die Geräteleistung speichern. Zukünftig wird es so möglich sein, den Energieverbrauch der angeschlossenen Geräte in Echtzeit zu messen und zu bedienen. Die App kann der Nutzerin oder dem Nutzer aufzeigen, dass die 20-jährige Waschmaschine besonders viel Strom frisst oder dass die Abwaschmaschine besser vor dem Zubettgehen mit günstigerem Nachtstrom betrieben wird. Weiter können alle angeschlossenen Geräte mit nur einem Knopfdruck vom Netz getrennt werden. Eine effiziente Methode, um unnötigen Standby-Strom zu reduzieren.

15 Prozent Strom liesse sich in Schweizer Haushalten einsparen, wenn der Energiekonsum selbständig kontrolliert und reguliert werden könnte.

Länger unabhängig wohnen

Das Smart Home eröffnet uns zukünftig nicht nur Möglichkeiten, um unsere Energieeffizienz zu optimieren, sondern auch, um länger in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Gemäss dem Bundesamt für Statistik wird sich der Anteil der Menschen in der Schweiz, die achtzig Jahre und älter sind, von heute bis 2045 auf über zehn Prozent verdoppeln. Es besteht der Trend, dass ältere Menschen länger und selbständig in ihrem Zuhause leben möchten. Im iHomeLab in Horw werden Möglichkeiten aufgezeigt, die diese Entwicklung unterstützen sollen.

In der Musterwohnung im iHomeLab sind an neuralgisch wichtigen Punkten Sensoren angebracht. Sie kontrollieren die Bewegungen der Musterbewohnerin Anna auf einem Radar. Wird eine unregelmässige Bewegung festgestellt, beispielsweise ein Sturz, oder stellt der Radar über einen längeren Zeitraum keine Bewegung fest, erkundigt sich der virtuelle Butler James über die Gegensprechanlage bei Anna. Sie kann dann mitteilen, ob eine Kontaktperson oder der Notfallwagen alarmiert werden soll. Erhält James keine Antwort, so löst er diese Handlung direkt aus. Gleichzeitig öffnet er dem Rettungspersonal automatisch die Haustür.

Risiken und Nebenwirkungen

Ein intelligentes Gebäude kann älteren Menschen helfen, sich auch im fortgeschrittenen Alter zuhause sicher und komfortabel zu fühlen. Aber wo beginnt die Aufgabe des virtuellen Butlers und wo sind die Grenzen der Privatsphäre erreicht? Darüber forschen die Wissenschaftler am iHomeLab aktuell noch. Wichtig sei gemäss Dieter von Arx, Leiter ad interim iHomeLab, dass die Technik im Zusammenhang mit dem Menschen eingesetzt wird und dessen Bedürfnisse abdecke. Auch das Risiko eines Stromausfalls oder Hacker-Angriffs besteht. Ersteres kann einfacher behoben oder vermieden werden. Im Gegensatz zu einem Hacker-Angriff, hier besteht das Risiko analog wie beim Online-Banking oder einem elektronischen Schliessfach.

Doch wie schnell werden sich Smart Homes durchsetzen? Laut Dieter von Arx sei technisch heute bereits sehr viel realisierbar. Jedoch sind die Kosten für ein intelligentes Zuhause heute noch hoch. Aus diesem Grund wird es in den nächsten Jahren eher zögerlich zu einer grossflächigen Umsetzung kommen.

Das iHomeLab erforscht, wie durch intelligente Gebäude der Energieverbrauch gesenkt werden kann und wie ältere Menschen dank moderner Technik länger unabhängig zuhause leben können. Möchten Sie mehr erfahren über die Forschungsergebnisse des iHomeLab? Einmal monatlich finden öffentliche Besichtigungen statt. Mehr Informationen und Anmeldungen finden Sie hier.

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