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Die Energiezukunft beginnt heute

Die Energiewende steht vor der Tür, und mir ihr sind wir als Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt. Wir porträtieren drei «Energiewenderinnen» und «Energiewender», welche bereits heute auf ihren ökologischen Fussabdruck achten.

TEXT: Carla Sahli | FOTOS: Herbert Zimmermann | 19.11.2019

Naturstrom mit Tradition

Keinen Strom zu haben, dass hat Richard P. Beaudoux auf längeren Auslandreisen mehrmals erfahren. In Luzern hingegen, hat der gebürtige Franzose und Geschäftsführer des Café de Ville, während all der Jahre keinen einzigen Stromausfall erlebt. «Dafür bin ich wahrhaftig dankbar. Denn das Kochen ohne Strom würden wir beherrschen, doch kein Licht, keine Lüftung oder kein Geschirrspüler, das wäre undenkbar.» Die Wertschätzung der Natur und soziales Engagement sind für Richard P. Beaudoux seit über 20 Jahren Bestandteile seiner Unternehmensphilosophie.

«Die Natur und eine intakte Umwelt für die zukünftigen Generationen sind mir wichtig.»

Richard P. Beaudoux,
Geschäftsführer Café de Ville 


Aus diesem Grund bezieht der Unternehmer seit einigen Jahren Naturstrom. So hält er es auch mit den Köstlichkeiten, welche den Gästen serviert werden. «Wir wählen unsere Lebensmittel sorgfältig aus, kaufen frische Produkte, wenn möglich aus der Region oder der Schweiz, und legen Wert auf kurze Transportwege.» Der Vollblut-Gastronom sieht es als seine Aufgabe, seinem Team diese Möglichkeiten aufzuzeigen und den Gästen mit ruhigem Gewissen über die Produkte und Lieferanten Auskunft zu geben.

Grüner Strom aus dem Garten

Bereits als Kinder staunten Jennifer Thommen und Silvan Gassmann wenn sie bei Wanderungen Stauseen oder Pumpspeicherkraftwerke entdeckten. Auf Reisen durch Deutschland entdeckten sie stets mehr Häuser mit Solardächern oder Windanlagen als in der Schweiz. «Diese Erlebnisse weckten bereits früh unser Interesse für erneuerbare Energie.» Mitunter ein Grund, weshalb in ihrem Garten heute ein 1,6 Quadratmeter grosses Solarpanel steht. Dieses produziert im Jahr rund 250 Kilowattstunden Strom, immerhin ein Drittel ihres Stromverbrauchs. Wenn dieser für den Eigengebrauch nicht ausreicht, dann beziehen sie Luzerner Solarstrom.

«Mit dem Betrieb des Solarpanels haben wir gelernt, welchen Einfluss die Umgebungstemperatur oder der Einfallswinkel der Sonne haben oder dass man auch bei bewölktem Himmel Strom erzeugen kann.»

Jennifer Thommen und Silvan Gassmann, 
Solarstromkunden und -Produzenten


Für Jennifer Thommen und Silvan Gassmann spielt Nachhaltigkeit aber auch im Alltag eine grosse Rolle. Den Einkaufskorb füllen sie wenn möglich mit saisonalen Biolebensmitteln aus der Region. Sie besitzen beide ein GA und fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit. «Zuletzt sind wir in unsere Ferien nach Marokko und Usbekistan komplett mit dem Zug an- und zurückgereist.» Und auch in der Vorsorge denken sie fortschrittlich und investieren ihr Geld ausschliesslich in nachhaltige Anlagen.

Nachhaltig kleiden – mit gutem Gewissen

Auf holzigen Kabeltrommeln stapeln sich T-Shirts, alte Sanitärrohre dienen als Kleiderstangen und beim Eingang füllt sich eine Kundin eine Tasse mit
nachhaltigem Kaffee aus El Salvador. Die Einrichtung ist hipp und lädt zu einem Einkaufserlebnis ein – mit gutem Gewissen. Denn Nachhaltigkeit bildet die Basis des Fair Fashion Stores am Löwengraben. Rebekka Sommerhalder hat 2015 glore Luzern eröffnet. Der Name steht für «globally responsible» und ist ein Konzept aus Deutschland. Heute ist es landesweit einer der Bekleidungsläden mit dem grössten Angebot an nachhaltiger und fair produzierter Mode.

«Für mich umfasst nachhaltige Mode Kleider, welche produziert wurden, ohne etwas oder jemanden auszunutzen oder jemandem Schaden zuzufügen.»

Rebekka Sommerhalder,
Geschäftsführerin glore


Fair produziert bedeutet, dass die Kleider sozialverträglich wie auch ökologisch hergestellt werden. Dieser Ansatz zieht sich über die gesamte Produktionskette hinweg: vom Anbau über die Arbeitszeiten und die Entlohnung der Mitarbeitenden bis zur natürlichen Behandlung der Rohstoffe oder zu vernünftigen Transportwegen. Bei der Energie hat sie sich für Luzerner Wasserstrom entschieden. Dass dieser zum Teil gleich neben ihrem Verkaufsladen am Mühlenplatz produziert wird, ist ein schöner Zufall. Mehr Infos und ein Videobeitrag über glore finden Sie hier

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