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Energie-Effizienz mit Intelligenz

Wo früher der Zug durch Stadtquartiere brauste, flanieren seit Anfang Dezember Velofahrer und Spaziergänger. Auf dem ehemaligen Trassee der Zentralbahn ist der Langsamverkehr nicht nur direkt und schnell unterwegs. Die intelligente Beleuchtung sorgt zusätzlich dafür, dass Fahrradfahrer und Spaziergänger immer in das richtige Licht gerückt werden.

TEXT: Carla Sahli | TEXT: ewl | 20.12.2016

Das ehemalige Trassee der Zentralbahn wurde in den letzten Jahren für eine neue Nutzung umgebaut. Die Bahngleise sind einer asphaltierten Strasse gewichen. Der Weg ist in einen drei Meter breiten Fahrrad- und einen zwei Meter breiten Fussstreifen aufgeteilt und verbindet Luzern und Kriens Matthof. Für die Stadt Luzern konnte ewl die neue intelligente Beleuchtungsanlage planen und bauen. Doch was heisst «intelligente» Beleuchtung?


«Intelligent heisst, dass Strassenabschnitte dort beleuchtet werden, wo es auch notwendig ist.»

Wenn sich ein Fussgänger oder Fahrradfahrer der intelligenten Beleuchtung nähert, dann wird dieser von einem Bewegungssensor erfasst. Zwei Leuchten schalten automatisch auf Vollbeleuchtung und geben den folgenden Leuchten via eigenem Wireless-Netzwerk ein Signal. Zwei Minuten nachdem die Person den Sensorbereich der jeweiligen Leuchte verlassen hat, wird das Licht wieder auf 10 Prozent Lichtleistung gesenkt. Die nächsten beiden Leuchten haben zuvor das Signal erhalten und sind bereits auf 100 Prozent Lichtleistung geregelt. Die Person ist somit ständig im optimalen Licht, aber nur dort, wo sie sich tatsächlich befindet.


«Die Einsparungen der Energie gegenüber einer konventionellen LED-Beleuchtung liegen bei 60 bis 80 Prozent.»

Auf der zwei Kilometer langen Strecke dienen die alten Fahrleitungsdrähte der Bahn als Tragwerke für die 85 montierten Seilleuchten. Die Konstruktion der ehemaligen elektrischen Speisung für den Zug wurde belassen und soll so auf die frühere Nutzung hinweisen. Ein weiterer Vorteil dieser LED Lampen ist, dass der Abstrahlwinkel individuell auf den Strassenverlauf eingestellt werden kann. Das bedeutet, dass das Licht auf die Strasse und nicht an die Hausfassaden und deren Gärten abgestrahlt wird.

In der Stadt Luzern sind weitere Strassenabschnitte mit der intelligenten Beleuchtung ausgestattet: Der Schäferweg, die Sentimatt- und Militärstrasse wie auch der Karl Spitteler Quai. Nicht überall ist aber eine intelligente Beleuchtung sinnvoll. Der Fokus wird auf Fussgänger- und Fahrradpassagen sowie Parkplätze gelegt. Nicht geeignet ist die Beleuchtung für hochfrequentierte Strassenabschnitte. Bei diesen wird ewl zukünftig mittels speziellen Sensoren die Anzahl Nutzer auf der Strasse messen. Die Beleuchtung wird dann je nach Verkehrsaufkommen gedimmt oder hochgefahren. Mit diesem Verfahren wird nicht jede einzelne Leuchte geregelt, sondern ganze Strassenabschnitte. In innerstädtischen Verhältnissen ist dies die beste Lösung für eine sichere und energiesparende Beleuchtung.

Weil die Erfahrung mit der intelligenten Beleuchtung sehr positiv und das System inzwischen erprobt ist, sind weitere Umsetzungen in der Stadt Luzern geplant. Im kommenden Jahr sollen die Beleuchtungen im Uferbereich der Ufschötti, dem Tribschenhornweg und beim Inseli ersetzt werden.


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