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Energiegeladen in die fünfte Jahreszeit

Es ist wieder soweit, die fünfte Jahreszeit hat uns erreicht. Skurrile Gestalten, bunte Konfetti und laute Musik nehmen die Stadt Luzern während der nächsten Tage in Beschlag. Auch ewl ist im Einsatz und sorgt dafür, dass die Fasnächtler während den närrischen Tagen mit Energie versorgt werden.

TEXT: Carla Sahli | TEXT: Carla Sahli | 22.02.2017

Wie für viele Guggenmusigen startete auch für das Team der Abteilung Elektroinstallationen von Peter Kreienbühl die Fasnachtszeit bereits vor mehreren Wochen. Die Energiereserven, welche die Fasnächtler beim Musizieren und Feiern verbrennen, wollen regelmässig aufgefüllt werden. Zahlreiche Fasnachtswagen mit Verpflegung und warmen Getränken sind die Lösung um Energie zu tanken. Und hier kommt ewl ins Spiel. Als lokaler Energieversorger stellt ewl die Infrastruktur und die temporären Wasser- und Stromanschlüsse bereit. Peter Kreienbühl koordiniert und plant, wo welche Strom-Verteilkasten benötigt und positioniert werden. Während sechs Tagen installiert ein Team zwölf Verteilkasten à 230 Volt und weitere 30 Stück à 400 Volt in der Stadt Luzern (Bild 1). Diese Verteilkasten liefern während der Fasnacht über 15‘000 Kilowattstunden Strom. Dies entspricht ungefähr dem Verbrauch eines Zwei-Personen-Haushalts während 6.5 Jahren. Damit die Stromkabel keine Stolperfallen für die Fasnächtler darstellen, montieren die Mitarbeitenden von ewl diese entlang von Hausfassaden, hoch über den Gassen oder in Bäumen (Bild 2).


Die Fritschi-Familie wird in morgendlicher Dunkelheit empfangen

Am Schmutzigen Donnerstag, kurz vor dem Urknall um 4.50 Uhr, ist Rolf Imfeld in der ewl Netzleitstelle ein mächtiger Mann. Mit nur wenigen Knopfdrücken schaltet er das Licht auf der Seebrücke und beim Schwanenplatz für 20 Minuten aus, damit die Fritschi-Familie in der morgendlichen Dunkelheit beim Schweizerhofquai von tausenden Fasnächtlern begrüsst werden kann.


Es regnet Millionen von Fötzeli

Vom Schweizerhofquai aus macht sich der Tross auf zum Kapellplatz. Es knallt mehrmals und ein Gewitter von weissen Papierstückchen fällt vom Himmel. Die berühmten Fötzeli werden am Tag vor dem Schmutzigen Donnerstag von ewl montiert. Marcel Villiger ist dabei in doppelter Mission unterwegs. Der ehemalige Bruder Fritschi arbeitet einerseits für ewl und andererseits ist er seit 15 Jahren ehrenamtlich für die Zunft zur Safran im Einsatz. Er erklärt, dass bereits im Januar alte Telefonbücher gestanzt und somit zu Fötzeli verarbeitet werden. Im Anschluss werden diese in Säcke verpackt und in der Mitte mit einer Zündung versehen. Zusammen mit Fritz Brunner von ewl montiert Marcel Villiger in schwindelerregender Höhe einen Sack nach dem anderen (Bilder 3 bis 5). Total 30 Stück à je 7 kg. Wichtig dabei ist, die Zündschnur immer so zu führen, dass sich alle Säcke nach erfolgter Zündung entleeren und die Fasnachtsbegeisterten am Boden in das Meer aus Papierteilchen eintauchen können.


Auch bei ewl ist die Vorfreude auf die Fasnacht zu spüren

Die Arbeiten für die Fasnacht sind auch bei den Mitarbeitenden von ewl mit Emotionen und Vorfreude verbunden. Im Pausenkaffee wird von Bastelaktionen berichtet und Ideen für fantasievolle Sujets werden ausgetauscht. Viele sind selber aktiv in einer Guggenmusig oder Zunft und verbringen deshalb die Fasnachtstage nicht am Bürotisch oder auf Montage, sondern sind in bunten Gewändern und fröhlicher Stimmung unterwegs auf den Strassen von Luzern.

In diesem Sinne wünschen wir allen eine rüüdige und energiereiche Fasnacht 2017!


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