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Plan Lumière: Abschluss und Fotobuch

22.11.2017

Allgemein

Im Jahr 2008 hat die Stadtluzerner Stimmbevölkerung dem Plan Lumière an der Urne zugestimmt. Nun steht der Abschluss der Arbeiten bevor. Als Homage an das allseits gelobte und mehrfach ausgezeichnete Grossprojekt ist nun ein Fotobuch entstanden.

Nicht oft erhält ein städtisches Projekt so viel Lob wie der Plan Lumière – nach anfänglich teils kritischen Reaktionen aus der Bevölkerung. Die Umsetzung des Beleuchtungskonzepts von Stadt und ewl energie wasser luzern rückt ab Eindunkeln die historische Altstadt, Plätze und Gassen sowie bestimmte Sehenswürdigkeiten gekonnt ins richtige Licht: Sanft, atmosphärisch, gezielt, mit Rücksicht auf Flora und Fauna. Die Arbeiten an den neu beleuchteten 25 Sehenswürdigkeiten und markanten Gebäuden sowie an den Beleuchtungen von Plätzen, Gassen, See- und Flussufern sind beinahe abgeschlossen. Bis im Herbst 2018 sind auch die letzten Massnahmen umgesetzt. Kostenpunkt: 7.8 Millionen Franken.

Anbei ein paar der Reaktionen auf das Projekt: «Luzern hat ein perfektes Beispiel dafür geschaffen, wie einfach das Leben durch Licht verbessert werden kann» (aus der Begründung für die Verleihung des renommierten internationalen city.people.light-Award). «Der Plan Lumière ist ein tolles Beispiel, wie sich Stadtgestaltung, Energieeffizienz und Naturschutz in einem gemeinsamen Projekt mit gegenseitigem Nutzen zusammenführen lassen» (Stadtrat Adrian Borgula). «Der Plan Lumière ist eine Erfolgsstory. Das nächtliche Luzern ist eine wahre Augenweide», (Luzerner alt Stadtrat Franz Müller). «Der Plan Lumière steht für eine präzise und innovative Beleuchtung, welche ausgewählte Objekte in der Stadt zum Leuchten bringt, für Sicherheit sorgt und die Umwelt schont» (ewl CEO Stephan Marty).

Der Plan Lumière der Stadt Luzern zielt darauf ab, nicht mehr, sondern differenzierter zu beleuchten. Getreu dem Motto: «Weniger ist mehr». Der Plan Lumière respektiert die Dunkelheit und leuchtet objektbezogen Gebäude, Plätze und Gassen aus. Um die unterschiedlichen Stimmungen der verschiedenen Bereiche zu betonen, wurden Beleuchtungsmethoden, die Montagehöhe sowie Lichtfarben auf die Eigenheiten der Stadträume abgestimmt. Bestehende Beleuchtungsdefizite wurden behoben, veraltete Leuchten durch neue, energieeffizientere ersetzt. Dabei wurde auf sensible Landschaftsbereiche und einheimische Tierarten Rücksicht genommen. So werden etwa die Brutplätze der seltenen Alpensegler am Wasserturm nicht von der neuen Beleuchtung angestrahlt. Insgesamt verbraucht die neue Beleuchtung trotz zusätzlich beleuchteter Objekte 45 Prozent weniger Energie als die alte. Das hat sich herumgesprochen: In der Zwischenzeit haben auch andere Städte den Luzerner Plan Lumière als Vorbild genommen und ähnliche Projekte initiiert.

Fotobuch hält Entwicklung fest

Der Plan Lumière hat das nächtliche Luzern spürbar positiv verändert und aufgewertet. Deshalb haben sich die Verantwortlichen von Stadt und ewl entschlossen, das Projekt mit einem Fotobuch zu würdigen. Aber auch die beiden Preisgelder des city.people.light-Awards und des Umweltpreises der Luzerner Albert Koechlin Stiftung haben zur Entstehung des Fotobuches wesentlich beigetragen. Die Vernissage findet am 21. November für geladene Gäste und Medien statt. Das Buch im A5-Plus-Format (23 mal 17 Zentimeter) beinhaltet einen 32-seitigen Textteil. Darin erfahren Leserinnen und Leser alles über die Entstehung und Umsetzung des ambitionierten Projekts, samt Vorher-Nachher-Fotos. Als Hauptteil werden in stimmungsvollen, 25 doppelseitigen Aufnahmen eine Vielzahl neu beleuchteter Sehenswürdigkeiten, Plätze, Gassen und Uferbereiche gezeigt. Diese Fotos stammen zum Grossteil vom Luzerner Fotografen Gabriel Ammon. Gestaltet wurde das Werk vom Luzerner Grafiker Erich Brechbühl. Das Buch kostet 39 Franken plus Versandkosten und ist bis Ende April 2018 bei ewl an der Industriestrasse 6 in Luzern erhältlich. Bestellungen sind auch per Mail unter info@ewl-luzern.ch möglich.