LEG: Lokale Elektrizitäts­gemeinschaft

Mit einer LEG schliessen sich Produzierende, Speicherbetreibende und Stromnutzende zusammen. Sie verwenden, teilen und vermarkten den lokal erzeugten Strom innerhalb eines Quartiers oder einer Gemeinde.

Eine Reihe von Hausdächern mit Solarpanels

LEG im Überblick

  1. Höhere Rendite für Anlagenbetreiber 

    Der Strom, den Sie nicht selbst nutzen, kann an andere Teilnehmende verkauft werden. So erzielen Sie höhere Einnahmen, als wenn Sie den Überschuss nur ins öffentliche Netz einspeisen. 

  2. Tiefere Stromkosten Teilnehmende 

    Teilnehmende profitieren von tieferen Stromkosten: Der lokal produzierte Solarstrom ist meist günstiger als Strom aus dem Netz und es fallen nur reduzierte Netznutzungsgebühren an.

  3. Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz 

    Mit lokal produziertem Solarstrom leisten Teilnehmende einen direkten Beitrag zur Energiewende. Sie wissen jederzeit, woher ihr Strom kommt – und stärken die lokale Energieproduktion.

Wie funktioniert eine LEG?

In einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) können angeschlossene Haushalte nachhaltigen Solarstrom aus ihrem eigenen Quartier oder der Gemeinde beziehen. Produzierende verkaufen ihren überschüssigen Solarstrom direkt an ihre Nachbarinnen und Nachbarn.

Die Förderung ist im neuen Stromgesetz verankert und schafft sowohl für Solarstromproduzierende als auch für Nutzende mehr Preisstabilität und Planungssicherheit.

    1. Der erzeugte Strom wird vorrangig im eigenen Haus verbraucht.
    2. Überschüssiger Strom wird innerhalb der LEG an andere Teilnehmende verkauft.
    3. Weiterer Überschuss wird ins allgemeine Netz eingespeist und entsprechend vergütet.
    4. Wenn die lokale Stromproduktion der LEG nicht reicht, wird der Bedarf durch Netzstrom von ewl gedeckt. Falls ein Speicher innerhalb des LEG-Systems eingerichtet ist, wird der Bedarf zuerst durch diesen gedeckt.

    Voraussetzungen für die Gründung einer LEG

    • Teilnehmende müssen im gleichen Gemeindegebiet wohnen und beim selben Verteilnetzbetreiber angeschlossen sein. Je nachdem, ob alle auf der gleichen Netzebene sind, unterscheiden sich die anwendbaren Netznutzungsgebühren.
    • Die installierte Erzeugungsleistung – zum Beispiel einer PV-Anlage – muss mindestens 5 Prozent der gesamten Anschlussleistung aller Teilnehmenden betragen.
      Beispiel: Beträgt die Summe der Hausanschlussleistungen 100 Kilowatt, braucht es eine PV-Anlage mit mindestens 5 Kilowattpeak.
    • Alle Teilnehmenden benötigen ein intelligentes Messsystem (Smart Meter). Nur so können Erzeugung, Verbrauch und Austausch transparent gemessen und korrekt abgerechnet werden.
      Wird ein Antrag für den Beitritt zu einer LEG gestellt und ist noch kein Smart Meter vorhanden, installiert ewl diesen innerhalb von 3 Monaten kostenlos.

    Möchten Sie eine LEG gründen?

    So gehen Sie vor: 

    Prüfen Sie mit unserer Dienstleisterin LEGhub, mit welchen Adressen Sie sich zu einer LEG zusammenschliessen können.

    Adressen prüfen Link öffnet in neuem Fenster.

    Füllen Sie das Bildungsformular direkt online auf der Website unseres Dienstleisterin LEGhub aus.

    ewl prüft Ihre Angaben und meldet Sich bei Ihnen, falls Rückfragen aufkommen oder Korrekturen notwendig sind. Sie werden per E-Mail benachrichtigt, sobald ewl Ihren Bildungsantrag geprüft hat.

    ewl erstellt Ihre LEG auf das von Ihnen gewünschte Datum (frühestens innert 3 Monaten).

    Sobald Ihre LEG erstellt wurde, können Sie potenzielle Teilnehmende einladen. Ab dann ist Ihre LEG für Interessierte auffindbar (falls erwünscht).