24.02.2026

Fernwärme für St. Martinsgrund in Sursee: Wärmezentrale nimmt Gestalt an

 

Ein weiterer Meilenstein im Ausbau der nachhaltigen Wärmeversorgung in Sursee ist erreicht: Im Gebiet St. Martinsgrund entsteht derzeit die Wärmezentrale für das Fernwärmenetz. Nach dem Fundament ist nun auch die Bodenplatte fertiggestellt. Damit wird das Projekt der Wärmeverbund Sursee AG sichtbar – und die erneuerbare Wärme für das Gebiet rückt näher. Erste Wärmelieferungen sind ab Herbst 2026 geplant.

Würdigung des Baufortschritts mit symbolischer Stabsübergabe bei künftiger Holzschnitzelanlage: Claudio Ganassi, früherer Geschäftsführer, und Milorad Markovic, neuer Geschäftsführer der Wärmeverbund Sursee AG. © ewl / Jana Portmann

Der Wärmverbund Sursee realisiert derzeit die Wärmezentrale St. Martinsgrund für die künftige Versorgung mit erneuerbarer Wärme im Surseer Gebiet. Nun wird der Baufortschritt der Wärmezentrale sichtbar: Das Fundament ist erstellt, nun ist auch die Bodenplatte fertiggestellt.

Herzstück des Fernwärmenetzes

Die Wärmezentrale bildet das Herzstück des künftigen Fernwärmenetzes. Hier wird die Wärme zentral erzeugt und angeschlossenen Gebäuden über das Leitungsnetz zum Heizen und für Warmwasser verteilt. Bei der Wärmezentrale St. Martinsgrund handelt es sich um eine Holzschnitzelanlage (siehe Box 1). 

Drei Partnerinnen im Einsatz für erneuerbare Wärme in Sursee

Mit dem Fernwärmenetz und der dazugehörigen Wärmezentrale in St. Martinsgrund setzen sich die drei Partnerinnen des Wärmeverbunds Sursee – Stadt Sursee, Korporation Sursee und ewl energie wasser luzern – in enger Zusammenarbeit für erneuerbare Wärme in der Energiestadt Sursee ein. Diese rückt im Gebiet St. Martinsgrund nun näher, wie der Baufortschritt zeigt. Bereits im April werden die technischen Anlagen in der Zentrale eingebaut, und im Herbst 2026 ist die erste Wärmelieferung geplant.

«Jetzt wird das Projekt greifbar»

Claudio Ganassi, bisheriger Geschäftsführer der Wärmeverbund Sursee AG, sagt: «Mit dem Fernwärmenetz im Gebiet Isebahn-Vorstadt ist bereits ein erstes Fernwärmenetz für Sursee in Betrieb. Nun wird auch unser nächstes Projekt in St. Martinsgrund sichtbar. Mit der fertiggestellten Bodenplatte nimmt die Wärmezentrale Gestalt an.» 

Der Baufortschritt wurde auf der Baustelle mit einer symbolischen Stabsübergabe gewürdigt. Der bisherige Geschäftsführer Claudio Ganassi übergab seinem Nachfolger Milorad Markovic ein Holzscheit – stellvertretend für die Holzenergie, die künftig in St. Martinsgrund genutzt wird. Der symbolische Akt steht für Kontinuität und Aufbruch zugleich. Milorad Markovic, Leiter Haustechnik bei ewl energie wasser luzern, hat die Geschäftsführung der Wärmeverbund Sursee AG per 1. Januar 2026 übernommen. «Ich freue mich, dieses Projekt in der entscheidenden Phase weiterzuführen. Die Wärmezentrale ist ein Schlüsselprojekt – für das Gebiet St. Martinsgrund und für Sursee.» 

So funktioniert Fernwärme künftig in St. Martinsgrund

Die Wärmeproduktion für das Gebiet St. Martinsgrund erfolgt über das Verbrennen von Holzschnitzeln. Dabei wird Wasser aufgeheizt und über gut isolierte Rohrleitungen zu den Kundinnen und Kunden zugeführt. Dem Wasser wird die Wärme entzogen und mittels der platzsparenden Wärmeübergabestation an das Heizungsnetz des Gebäudes übergeben. 

Zahlen und Fakten – Fernwärme St. Martinsgrund

Wärmezentrale und Fernwärmenetz St. Martinsgrund:

  • Erneuerbare Energie: Energieholz (Holzschnitzel)
  • Leistung Wärmezentrale: bis 2.1 Megawatt
  • Geplante Wärmeversorgung: bis 4.5 Gigawattstunden pro Jahr
  • Erste Wärmelieferungen: ab Herbst 2026
  • Anteil erneuerbare Wärme: mindestens 80 Prozent
  • CO₂-Einsparungen: Im Endausbau werden mit dem Projekt jährlich rund 1'110 Tonnen CO₂ lokal eingespart.
  • Länge Wärmenetz: bis 1.7 Kilometer

Alles zum Wärmeverbund Sursee

Fragen beantworten Ihnen gerne:

Wärmeverbund Sursee AG, Geschäftsführung
Milorad Markovic und Claudio Ganassi
(Kontakt via Medienstelle ewl)

Milorad Markovic und Claudio Ganassi (Medienstelle)