31.07.2026 | Aktualisiert am 04.08.2026 | Lesezeit: 3min
Wie bleibt unser Trinkwasser sauber?
Die Experten der kantonalen Fachstelle fahren regelmässig hinaus auf den Vierwaldstättersee und nehmen Wasserproben. Das ist eine von mehreren Massnahmen, mit denen wir die hohe Qualität unseres Trinkwassers sicherstellen. Denn in jedem Schluck steckt viel Natur, Sorgfalt und Verantwortung.
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Text
Alain Brunner Medienverantwortlicher für Strom, Wasser, Unternehmen -
Fotos
Jana Portmann Spezialistin Marketingkommunikation
Inhalt
Mitten auf dem Vierwaldstättersee beginnt ein wichtiger Teil der Luzerner Trinkwasserversorgung. Regelmässig fährt die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz (DILV) des Kantons Luzern mit dem Boot zur Wasserfassung des Pumpwerks Salzfass, um Wasserproben zu entnehmen. Die Analysen liefern wertvolle Erkenntnisse über die Qualität des Rohwassers und tragen dazu bei, die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.
Die Wasserfassung liegt rund 40 Meter unter dem Seespiegel, ungefähr zwischen der Seeburg und dem Hotel Hermitage. Von dort pumpt ewl das Wasser zum Seewasserwerk Kreuzbuch, wo es schliesslich zu Trinkwasser aufbereitet wird.
Der Vierwaldstättersee gibt uns ideale Voraussetzungen für die Luzerner Trinkwasserversorgung. Er liefert zuverlässig genügend Wasser in hoher Qualität.
Sicherheit geht aber trotzdem vor: Das Wasser wird mit regelmässigen Proben überwacht, sodass Veränderungen frühzeitig erkannt werden. Das macht man beim Proben auf dem See mit einem ein sogenanntes Schichtprofil: Man nimmt von der Oberfläche bis zum Seegrund Proben. Diese werden später von der Fachstelle im Labor analysiert.
Über 2000 Qualitätsproben
Die Kontrollen direkt auf dem See sind wichtig. ewl lässt sie rund sechsmal im Jahr durchführen. Von hier kommt das Trinkwassers für viele Luzerner Haushalte auf der rechten Seeseite. ewl beprobt jährlich rund 2'300 Stellen an verschiedenen Orten im Versorgungsgebiet. Welches Quartier welches Trinkwasser erhält, sehen Sie hier auf dieser Webseite. Das Luzerner Trinkwasser setzt sich aus 51 Prozent Quellwasser, 44 Prozent Seewasser aus dem Vierwaldstättersee und 5 Prozent Grundwasser zusammen.
Messwerte sind einwandfrei
Im Sommer erwärmt sich die obere Schicht des Vierwaldstättersees durch die Sonne, während es in den tiefsten Bereichen konstant kühl bleibt – dort herrschen nur 6 bis 7 Grad Celsius.
Diese Schichtung verhindert, dass sich das warme und das kalte Wasser vermischen. Trotzdem bleibe der Sauerstoffgehalt auch in der Tiefe hoch, so wird uns gesagt. Der See gilt als nährstoffarm. Wenig Nährstoffe bedeuten, dass Pflanzen und Algen nur begrenzt wachsen können. Deshalb ist das Wasser besonders klar, erscheint blau bis dunkelgrün und bietet eine sehr gute Sichttiefe.
Im Labor zeigt sich später: Der Ausbau der Abwasserreinigungsanlagen und das Verbot von Phosphor in Waschmitteln tragen dazu bei, dass der See sauber und sauerstoffreich bleibt. Die Analyse des Seewassers ergibt einmal mehr, dass der Vierwaldstättersee in einem hervorragenden Zustand ist. Er liefert die ideale Basis für die Trinkwasserversorgung. Der See ist zudem nicht nur ein wichtiger Speicher für Trinkwasser, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Das führt uns vor Augen, wie eng Natur und Technik miteinander verbunden sind. Sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis von guter Zusammenarbeit. Deshalb überwacht ewl die Qualität uns stellt sicher, dass das auch in Zukunft so bleibt.
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