Menschen

09.06.2026 | Lesezeit: 4min

Voller Spannung: Einblick in den Alltag von Netzelektriker Silas

Was macht eigentlich ein Lernender Netzelektrik bei ewl? Unsere KV-Lernende Dounia hat Silas einen Tag lang begleitet, um genau das herauszufinden. Als Lernender Netzelektriker EFZ im 2. Lehrjahr sorgt er gemeinsam mit seinem Team dafür, dass in Luzern alles läuft – oder besser gesagt: fliesst. 

  • Text
    Dounia Eltaief

Mein Tag als Netzelektriker im 2. Lehrjahr

Mein Arbeitstag beginnt früh: Um 7.00 Uhr treffe ich mich mit meinem Team bei ewl. Zu Beginn verschaffen wir uns gemeinsam einen Überblick über die anstehenden Arbeiten. Meist erklärt der Chef kurz den Auftrag – und dann geht es direkt los.

Bis zur Znüni-Pause um 9.00 Uhr arbeiten wir am jeweiligen Auftrag. Heute kontrollieren wir zum Beispiel eine Freileitung im Gebiet Schwarzenberg. Solche Leitungen überprüfen wir etwa alle zwei Jahre, um sicherzustellen, dass die Stromversorgung stets zuverlässig funktioniert. Solche Einsätze sind eher selten, bieten aber spannende Einblicke in die Netzinfrastruktur. Dabei hilft es, wenn man schwindelfrei ist. 

Ansonsten können unsere Aufträge sehr unterschiedlich sein: Stromkabel ziehen, bei Umbauten von Anlagen mithelfen oder Arbeiten direkt an Stromkästen ausführen. Meist bin ich draussen unterwegs oder direkt an den technischen Anlagen in unserem Versorgungsgebiet. Das heisst: mitten im Geschehen in Luzern, aber auch in Schwarzenberg sowie in Teilen von Kriens und Malters. Kein Tag ist wie der andere – und genau das macht den Job so spannend.

Die Pause verbringe ich meist mit meinem Team. Entweder bei ewl oder auch mal auswärts in einem Café oder Restaurant – je nachdem, wo wir gerade im Einsatz sind. Danach arbeiten wir bis zur Mittagspause weiter.

Pünktlich um 12.00 Uhr ist Mittagspause. Oft esse ich mit meinen Arbeitskollegen in der Cafeteria bei ewl – dort gibt es ein günstiges und gutes Mittagsmenü. Wenn wir unterwegs sind, nehme ich mein Essen von zu Hause mit oder kaufe mir etwas in der Migros. Die Pause ist mir sehr wichtig, um kurz abzuschalten und neue Energie zu tanken – denn die Arbeit mit Strom erfordert Konzentration und Präzision.

Weiter geht’s um 13.00 Uhr. Heute schliessen wir zum Beispiel Kabel an und führen Messungen durch. Mit diesen Kontrollen stellen wir sicher, dass alle Anlagen, die für eine sichere Stromversorgung nötig sind, korrekt und zuverlässig funktionieren. 

Wir tragen eine grosse Verantwortung, aber genau das macht den Beruf auch so spannend.

Silas Arnold, Lernender Netzelektriker bei ewl

Im zweiten Lehrjahr kann ich bereits viele Arbeiten selbstständig übernehmen. Bei anspruchsvolleren Arbeiten unterstützt mich ein erfahrener Netzelektriker. Besonders wichtig ist, dass wir genau arbeiten und alle Sicherheitsvorschriften einhalten, denn Fehler können schwerwiegende Folgen haben. Wir tragen eine grosse Verantwortung, aber genau das macht den Beruf auch so spannend. 

Je nach Auftrag übernehmen wir am Nachmittag noch Unterhaltsarbeiten oder Kontrollen an Anlagen und Verteilstationen.

Mein Arbeitstag endet spätestens um 17.00 Uhr.

Dounia will’s wissen 

Dounia: Was war dein bisheriges Highlight während der Lehre?

Silas: Ein Einsatz, der mir besonders geblieben ist, war frühmorgens um 04.30 Uhr in einem Restaurant. Wir erneuerten eine Leitung, damit der Betrieb am selben Tag pünktlich eröffnen konnte. In diesem Moment merkt man, wie wichtig unsere Arbeit ist. Die frühe Uhrzeit und die grosse Verantwortung machten den Auftrag zu etwas ganz Besonderem.

Dounia: Welchen Benefit schätzt du persönlich am meisten?

Silas: Besonders schätze ich das Geschäftshandy mit Abo, das ich auch privat nutzen kann sowie den Notenbonus. Gute Noten im Jahreszeugnis werden dabei mit einem zusätzlichen Geldbetrag belohnt. Das zeigt, dass gute Leistung wahrgenommen und geschätzt wird.

Dounia: Weshalb würdest du die Lehre als Netzelektriker EFZ bei ewl empfehlen?

Silas: Der Beruf ist unglaublich vielseitig und wird oft unterschätzt. Umso eindrücklicher ist es, hautnah zu erleben, wie viel tägliche Arbeit nötig ist, damit die Stadt zuverlässig mit Strom versorgt ist – und zu Hause per Knopfdruck das Licht angeht. Die Lehre bei ewl bietet Einblicke, die man sonst kaum erhält.

ewl Blog abonnieren

ewl Blog abonnieren und keine Beiträge verpassen.

Kontaktdaten
Datenschutz