30.10.2026 | Aktualisiert am 03.11.2026 | Lesezeit: 3min
Wie halten wir unsere Leitungen in Schuss?
Unter unseren Strassen, Plätzen und Häusern ist es jeden Tag im Einsatz: das Leitungsnetz von ewl. Es lässt Trinkwasser zuverlässig in die Häuser der Stadt Luzern fliessen. Damit das so bleibt, kontrollieren wir es regelmässig, «hören» genau hin und verwenden neueste Technologien.
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Text
Alain Brunner Medienverantwortlicher für Strom, Wasser, Unternehmen -
Fotos
Jana Portmann Spezialistin Marketingkommunikation
Ein kleines Leck, eine undichte Stelle oder Korrosion an einer Leitung im Boden ist nicht sichtbar. Deshalb ist es wichtig, mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Dafür kombiniert ewl bewährte Kontrollmethoden mit moderner Messtechnik. Denn Schäden entstehen oft im Verborgenen.
Sensoren hören ins Netz hinein
Ein Wasserleck macht Geräusche. Oft lange, bevor es sichtbar wird. Genau hier setzt ewl an. Und zwar mit neuester Technik: Rund 100 Sensoren, sogenannte Datenlogger, hören ins Trinkwassernetz hinein. Sie zeichnen die Fliessgeräusche auf und helfen, mögliche Lecks früh zu erkennen. So kann ewl gezielt reagieren und die Versorgungssicherheit stärken.
Das System kommt neu flächendeckend zum Einsatz. Dafür ziehen die Datenlogger jeden Monat in einen anderen Netzabschnitt um. Innerhalb eines Jahres wird so das gesamte Trinkwassernetz akustisch überprüft.
Einige der kleinen Horchposten sitzen auf oberirdischen Hydranten. Falls Ihnen dort eine Abdeckung auffällt: Dort wird gemessen.
Wir klingt ein solches Leck?
mit Leck:
Video abspielenohne Leck:
Video abspielenRund 100 Infraport-Datalogger hören für ewl ins Trinkwassernetz hinein. Jeden Monat ziehen die Messgeräte an neue Standorte weiter. So wird innerhalb eines Jahres das gesamte Netz abgehört – und mögliche Wasserlecks können früh erkannt werden. Das ist die Stärke des Systems und dient der Versorgungssicherheit.
Jährliche Kontrolle unter der Seebrücke
Nicht jede Kontrolle findet im Verborgenen statt. Ein konkretes Beispiel ist die Seebrücke: Dort kontrolliert ewl die Leitungen jährlich. Dabei werden unter anderem die Dichtungen geprüft. Zusätzlich wird von aussen kontrolliert, ob Trinkwasser austritt. Weil unter der Seebrücke verschiedene Leitungen verlaufen, wird auch gemessen, ob Gas austritt. Solche regelmässigen Kontrollen helfen, den Zustand wichtiger Leitungsabschnitte im Blick zu behalten und bei Bedarf frühzeitig zu reagieren.
((Fotos von Jana))
Leitungen prüfen, ohne zu graben
Neben der Lecksuche schaut ewl auch auf den Zustand der Wasserleitungen. Gemeinsam mit der Firma EMPIT hat ewl einen Teil des Netzes mit einer neuen Methode untersucht: Über Schieberstangen wird ein elektrisches Signal durch die Leitung geschickt. Das dabei entstehende Magnetfeld erfassen spezielle Messgeräte an der Oberfläche. So lassen sich Hinweise auf mögliche Korrosionsschäden finden, ohne die Leitung freizulegen.
Ob auffällig oder unauffällig: Alle Ergebnisse fliessen in die Erneuerungsplanung ein. Sie helfen ewl, Leitungen gezielt dort zu erneuern, wo es nötig ist.
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