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Das Geschäftsjahr 2016

Mit gutem Ergebnis in die Zukunft.

ewl energie wasser luzern erwirtschaftete im vergangenen Jahr eine Gesamtleistung von 269 Millionen Franken, was einer Zunahme von 0.8 Prozent entspricht. Der Gewinn liegt trotz anspruchsvollem Umfeld und Rückstellungen für Strombeschaffungsverträge bei 32.4 Millionen Franken.

Der Gewinn liegt 5.4 Millionen Franken unter dem Rekordergebnis des Vorjahres. Dennoch konnte ewl dank dem Wachstum in den Geschäftsfeldern Wärme und Telekom den Gesamtumsatz um 0.8 Prozent auf 269 Millionen Franken steigern. Der operative Geldfluss stieg um 8.3 Prozent auf 73.6 Millionen Franken. Die Stadt Luzern profitiert auch dieses Jahr vom guten Ergebnis und erhält eine Dividende von 12.7 Millionen Franken. Dies entspricht einer Auszahlungsquote von 40 Prozent.

Wachstum bei Wärme und Telekommunikation

Durch den Ausbau des Fernwärmenetzes im Rontal und die neuen Kunden sowie dem Absatz der Energiezentrale Inseliquai steigerte sich der gesamte Wärme- und Kälteabsatz um 1.4 Prozent auf 112.4 Gigawattstunden. Die belichteten Glasfasern vom Luzerner Glasfasernetz konnten von 3'666 auf 4'939 massiv erhöht werden. Mit der Erschliessung des Hirschmattquartiers Ost ist nun das gesamte innerstädtische Gebiet mit Glasfasern erschlossen.

Der gesamte Stromabsatz von ewl erhöhte sich 2016 um 6.8 Prozent auf 683.3 Gigawattstunden. ewl konnte vor allem ausserhalb des Versorgungsgebietes zusätzliches Wachstum generieren. 38.3 Prozent erneuerbarer Strom wurde von den Kunden bestellt. Der Gesamtverbrauch im Netz ging um 0.4 Prozent zurück und sank auf 478.5 Gigawattstunden. Rückläufig war der Erdgasabsatz. Dieser reduzierte sich um 9.3 Prozent auf 1’998 Gigawattstunden. Der gesamte Wasserabsatz lag bei 10.7 Millionen Kubikmeter.

Investitionen in die Zukunft

ewl setzt sich weiter konsequent für eine fortschrittliche und verantwortungsvolle Energiever-sorgung ein. Im letzten Jahr investierte ewl 80 Millionen Franken. Rund die Hälfte wurde für die Versorgungssicherheit und den Neubau des Quellwasserwerks am Sonnenberg eingesetzt, die andere Hälfte in erneuerbare Energien. So wird das Fernwärmenetz im Rontal und in der Region Emmen Luzern zukünftig durch die Abwärme der Kehrrichtverbrennungsanlage Renergia gespeist. Weiter übernahm ewl die Energiezentrale Inseliquai und investierte in den höchst gelegenen Windpark von Europa, die Gries Wind AG im Wallis, und in die Terravent AG. Zudem hat ewl eine Erdgastankstelle in Küssnacht am Rigi eröffnet, nutzt das Abwasser im Löwengraben um die Schulhäuser Musegg und Mariahilf zu heizen und treibt die Projektierung der See-Energienutzung Luzern Süd voran. Hierzu hat ewl strategische Akquisitionen getätigt. Die Aktienmehrheiten an der Seenergy Luzern AG (70 Prozent), der Wärmeverbund Littau AG (70 Prozent) und der Arcade Solutions AG (75 Prozent) wurden erworben. Zusammen mit der Arcade Solutions AG erweiterte ewl die Grundversorgung um Internet- und IT-Dienstleistungen. Mit dieser Beteiligung zählt die ewl Gruppe Ende Jahr 305 Mitarbeitende.

Ausblick

Als Aktionärin der Repartner Produktions AG hat sich ewl im Januar 2017 an einem Strombezugs-recht beteiligt und konnte sich damit 10 Gigawattstunden Strom aus Schweizer Wasserkraft sichern. Die erneuerbare Energie wird in den Bündner Kraftwerken Klosters, Schlappin und Küblis produziert. Dies ist ein wichtiger Schritt um die nachhaltige Stromversorgung für ewl zu sichern und das Ziel einer atomstromfreien Stadt Luzern 2045 zu erreichen.