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Wir machen aus unseren Träumen Projekte

Sollte der Beruf eine Berufung sein? Über die Sinnfrage hinter der Jobwahl haben sich Fabienne Müller, Remo Schürmann und Reto Kuhn im Gespräch angeregt ausgetauscht. Alle drei arbeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen bei ewl energie wasser luzern. Ein Gespräch über Visionen, Teamgeist und den inneren Antrieb.

30. Juni 2021Text  Sarah Schumacher Fotos  Pascal Berger Video  Pascal Berger

Eine Frage in die Runde: Sollte der Beruf eine Berufung sein?

Remo: Für mich schon eher, doch. Mir ist aber auch bewusst, dass nicht jeder Mensch seine Berufung oder Begabung im Job ausüben kann. Schliesslich muss man von der Arbeit leben können.

Fabienne: Für mich sind Beruf und Berufung schon zwei unterschiedliche Welten. Heute leben wir alle etwas schneller und probieren gerne neue Dinge aus. Zumindest bei mir war das so. Lange wusste ich nicht genau, was ich werden wollte.

Reto: Ich sehe es ähnlich wie du, Fabienne. Dass es nur die eine Stelle gibt, glaube ich nicht. Heute interessieren mich andere Tätigkeiten als noch vor 25 Jahren. Ich bin davon überzeugt, dass man dann Grosses leistet, wenn eine Passion da ist. Freude an der täglichen Arbeit ist für mich das Wichtigste.


Remo, du bist seit 35 Jahren bei ewl in der Trinkwasseraufbereitung tätig und gehörst sozusagen zum Urgestein. Was hat dich damals zu ewl gebracht?

Ein ehemaliger Arbeitskollege, mit dem ich privat noch heute gut befreundet bin, war bei ewl im Betrieb Wasser tätig. Als eine Stelle frei wurde, hat er mich motiviert, mich zu bewerben. Und prompt erhielt ich die Stelle.


In 35 Jahren hat sich sicher einiges im Unternehmen verändert. Wie gehst du Remo mit Wandel um?

Neues gab es bei ewl schon immer. Wir haben eines der modernsten Quellwasserwerke der Welt. Da muss man ganz automatisch à jour bleiben. Ich durfte viele wertvolle Weiterbildungen in den Bereichen Mess- und Dosiertechnik machen und komme immer wieder mit neuen Technologien, Menschen und Herstellern in Berührung. Das gibt frischen Wind und mein Verstand bleibt geschärft.


«Wir haben eines der modernsten Quellwasserwerke der Welt. Da muss man à jour bleiben. Zudem komme ich immer wieder mit neuen Technologien, Menschen und Herstellern in Berührung.»

Remo Schürmann, Mitarbeiter Produktion Trinkwasser bei ewl


Reto, du leitest bei ewl die Abteilung Energiedienstleistungen. Was motiviert dich bei der Arbeit am meisten?

Ich möchte grundsätzlich einen Beitrag für eine bessere Welt leisten. In meiner aktuellen Position habe ich Möglichkeiten, mit Fotovoltaik, erneuerbarer Wärme oder Elektromobilität Einfluss nehmen zu können. Daneben finde ich es schön, Ideen zu entwickeln und im Team umzusetzen. Wichtig ist mir auch, welche Kultur wir untereinander pflegen. Das Zulassen und Leben einer Fehlerkultur ist für mich zentral. Gerade im Bereich von Innovation und neuen Projekten ist es wichtig, aus Fehlern zu lernen, um besser zu werden. Ich versuche, als gutes Vorbild voranzugehen und die Freude an meiner Arbeit zu zeigen.


Wie wichtig sind für dich Reto Veränderung und Innovation innerhalb eines Unternehmens?

Das über den Tellerrand Hinwegschauen macht Innovation überhaupt erst möglich. Alles beginnt mit dem Verständnis. Bei uns weiss beispielsweise der Elektroplaner, was der Experte Heizung Lüftung Klima macht und umgekehrt. Als Sparringspartner geben sie zusammen ein starkes Team ab. So schafft es ewl, seine Mitarbeitenden auf einen Wissensstand zu bringen, der auf dem Markt selten anzutreffen ist.


Wie sieht es bei dir aus, Fabienne? Du hast bei ewl schon unterschiedliche Stationen durchlaufen und bist heute Online Verantwortliche. Was motiviert dich an deiner aktuellen Position am meisten?

Reto hat es schön gesagt. Er möchte die Welt besser machen, ich möchte sie schöner gestalten. Das ist im Kern, was wir im Marketing tun. Egal, wie trocken eine Materie ist: Unser Ziel ist es, ein Produkt ansprechend umzusetzen und Kundinnen und Kunden damit zu begeistert. Ich hatte schon immer ein Flair für schöne Dinge und Design. In meinem ersten Job nach dem KV habe ich schnell gemerkt, dass das Abtippen von Offerten nicht meine Welt ist. Deshalb absolvierte ich nach der Lehre die Ausbildung als Marketingfachfrau mit dem eidgenössischen Fachausweis, was mir die Türen öffnete.


«Wenn ich nicht mit Freude zur Arbeit gehen und meine Arbeit ausführen könnte, wäre ich am falschen Ort. Ich will Menschen bewegen und bin gerne ein Teil von etwas Grösserem.»

Fabienne Müller, Mitarbeiterin Marketingkommunikation bei ewl


Wie bist zu ewl gekommen Fabienne?

Bei ewl eingestiegen bin ich 2014 als Eventmanagerin, was ich sechs Jahre mit sehr viel Leidenschaft ausgeführt habe. Doch nach so vielen Jahren weiss man, wie der Hase läuft. 2020 konnte ich ins Onlinemarketing wechseln. Wenn ich nicht mit Freude zur Arbeit gehen und meine Arbeit ausführen könnte, wäre ich am falschen Ort. Ich will Menschen bewegen und mit meiner Arbeit faszinieren.


Remo, was motiviert dich auch nach 35 Jahren noch am meisten?

Das klingt vielleicht kitschig. Aber wenn ich sehe, mit welcher Leidenschaft und Qualität wir das Luzerner Trinkwasser herstellen, motiviert mich das jeden Tag von Neuem.


Reto, als Abteilungsleiter hast du deinem Team gegenüber eine relativ grosse Verantwortung. Wie motivierst du deine Mitarbeitenden?

Was ich schön finde – und das war schon da, als ich hier vor bald fünf Jahren angefangen habe – ist diese ganz besondere Stimmung bei ewl. Das Klima ist sehr familiär und wir sind alle mit viel Freude und Motivation bei der Arbeit. Daneben versuche ich, authentisch das vorzuleben, was ich mir von anderen wünsche oder erwarte.


«Ich bin davon überzeugt, dass man dann Grosses leistet, wenn eine Passion da ist. Freude an der täglichen Arbeit ist für mich das Wichtigste.»

Reto Kuhn, Leiter Energiedienstleistungen bei ewl


Über uns

Fabienne Müller stiess 2014 als Eventmanagerin zu ewl. 2020 wechselte die 31-jährige Marketingfachfrau mit eidgenössischem Fachausweis ins Online Marketing. In ihrer Freizeit ist Fabienne viel in der Natur beim Wandern, Biken oder Joggen anzutreffen, wo sie versucht der digitalen Welt etwas zu entfliehen.

Remo Schürmann arbeitet seit 1986 bei ewl in der Produktion Trinkwasser. Der gelernte Sanitär und Isolationsspengler wurde dieses Jahr 60. Das hält ihn aber nicht davon ab, weiter aktiv zu bleiben, auch in seiner Freizeit: mit Reisen, Pilze sammeln oder Fussball. Er war 22 Jahre lang Schiedsrichter sowie Ausbildungschef, Instruktor, UEFA B-Lizenz.

Reto Kuhn kam im Januar 2017 zu ewl. Der heutige Leiter Energiedienstleistungen ist ehemaliger Realschullehrer und besitzt einen Master in Physik. In seiner Freizeit unternimmt der 46-Jährige gerne Wanderungen mit der Familie, geniesst gutes Essen und ist seit ein paar Jahren im Samichlausverein tätig.

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